Brückenstraße

Wiederaufbau

Häuserzeile um 1930 mit Gänstorbrücke, mit deren Bau 1911 als erste Brücke an dieser Stelle der östliche Teil Neu-Ulms sich zu entwickeln begann. Filiale von Karl Gaissmaier am Eckhaus. StANU
Baugesuch des mittleren Gebäudes, Brückenstraße 2, 1924, StANU
Teils abgebrochene Ruinen und Wieder­aufbau der Eckhäuser, ca. 1947, StANU, Sammlung Mangold
Ansicht der zerstörten Häuserzeile nach den Luftangriffen, 1945, StANU
Provisorische Gänstorbrücke, dahinter fertige Rohbauten, 1950, StaNU, Sammlung Mangold
Häuserzeile und Gänstorbrücke mit Flak-Aufbauten, ca. 1941, StANU
Wiederaufgebaute Gebäude, linkes Eckhaus noch im Rohbau, Karl Gaissmaier jetzt im südlichen Gebäude, 1950, StANU, Sammlung Mangold
Figur über dem Eingang des mittleren Gebäudes Brückenstraße 2 Kunstraum Putte.
Ansicht 2019, Oleg Kuchar

Die drei Häuser an der Gänstorbrücke mit den charakteristischen Giebeln wurden nahezu zeitgleich 1924 / 25 errichtet. Das mittlere Haus verfügte damals im Erd­geschoss weder über Ladengeschäfte noch Arkaden. Spätestens 1941 erhält das nördliche Eckhaus eine
Flakstellung auf dem Dach.

Bei den Luftangriffen auf Neu-Ulm und Ulm wurde die gesamte Häuserzeile stark beschädigt. Die Dächer brannten nieder, die Geschossdecken stürzten ein, Teile der Außenmauern waren zerstört.

Nach dem Krieg wurden als erstes die beiden Eckgebäude bis 1948 aus Kriegstrümmersteinen wieder errichtet. Beim mittleren Gebäude trug man die vordere Gebäudehälfte vollständig ab, die hinteren Räume blieben als Rohbau stehen.

Beim Wiederaufbau erhielt das Mittelhaus im Erdgeschoss zwei Geschäftslokale, und bekam damit erst seine heutigen, charakteristischen Rundbogenfenster. Verkaufsflächen waren wichtig, da zahlreiche Einzelhändler seit dem Krieg in temporären Verkaufsständen und Provisorien unter­gebracht waren und hier
nun eine Bleibe finden konnten.
1950 ist der Wiederaufbau des mittleren Gebäudes end­gültig abgeschlossen, wie das Datum über dem Eingang belegt. Untergebracht waren ein Buch- und Zeitungsladen sowie ein Optiker, was bis heute an der dortigen Putte mit Brille und Buch ablesbar ist. Heute befindet sich im Haus, nach dieser Figur benannt, der Kunstraum Putte e.V.