Jahre danach

Aufräumarbeiten

Ruine der Friedenskaserne mit neuen Elektroleitungen entlang der Bahnhof­straße, links der Beginn der Ludwig­straße, 1946, StANU, Heimatmuseum
Kran und Schuttsieb beim Abbruch der Friedenskaserne, 1949, StANU, Heimatmuseum
Östliche Bahnhofstraße, 1945. Das Haus wurde wieder aufgebaut. StANU
Abbruch der Friedenskaserne, Abtransport von brauchbaren Ziegelsteinen mit Schubkarre, 1946, StANU, Heimatmuseum
Areal der ehem. Friedenskaserne von St. Johann Baptist aus gesehen, das als eine der ersten größeren Flächen neu bebaut werden konnte. In der Bildmitte das Dach des Restaurant Schiff, ca. 1950, StANU
Kran und Trümmerbahn, ohne Ortsangabe, evtl. Ulm , 1947, StANU, Heimatmuseum

Nachdem erste Gebäude wieder nutzbar gemacht werden konnten und auch die Straßen in weiten Teilen begeh- oder befahrbar waren, galt es Platz zu schaffen für neue Gebäude. Komplett zerstörte Bauten und Ruinen, die nicht wiederherstellbar waren, mussten abgebrochen und die Flächen vom Schutt befreit werden. Bei diesen Arbeiten wurde das Abbruchmaterial sortiert, gesiebt und anschließend mit den Trümmer­bahnen abtransportiert.

Trümmer und Schutt wurden zum Schließen von Bombentrichtern oder als Untergrund für den Straßenbau verwendet. Aufgrund des Material- und Maschinenmangels waren die Abbrucharbeiten nicht immer so komfortabel, wie auf den Bildern zu sehen ist, sondern mussten rein händisch oder mit wenigen Hilfsmitteln erledigt werden.

Der hier im Fokus stehende Abbruch der Friedenkaserne war wichtig und möglich, da sich das Gelände in öffent­licher Hand befand und damit in der Innenstadt eine große, zusammenhängende Fläche verhältnismäßig rasch mit neuen Wohngebäuden bebaut werden konnte.