Spuren …

Spuren des Krieges heute

Kriegslücke Silcherstraße 5/7, ehemalige Papierfabrik Abt, an der linken Hauswand kann man noch den Abdruck des vorherigen Gebäudes erkennen, 2019, StANU, Oleg Kuchar
Einschusspuren am ehem. Kriegsspital, 2019, StANU, Oleg Kuchar
Pfeilmarkierungen für Luftschutzräume, Schützenstraße, 2020, StaNU

Pfeilmarkierungen für Luftschutzräume, Schützenstraße, 2020, StaNU
Einschussspuren an der Festungsmauer im Glacis-Park, 2020, StANU
Bäckerei Wanner mit Notdach über dem EG des beschädigten Gebäudes in der Augsburger Straße, 1950er-Jahre. StANU, Heimatmuseum
Gebäude der ehem. Bäckerei Wanner, nach wie vor mit Notdach, 2019, StANU, Oleg Kuchar
500kg-Fliegerbomben-Blindgänger, 2018, THW Neu-Ulm

Spuren des Krieges heute

Neben der Tatsache, dass Neu-Ulms Stadtbild heute noch von der Formensprache der Nachkriegsarchitektur geprägt ist, finden sich im Detail noch sehr viel mehr Spuren des Krieges:

An einigen Gebäuden lässt sich noch durch Pfeile und so genannte Splitterschutztüren vor den Kellerfenstern ablesen, dass sich hier einmal ein Luftschutzkeller befand. An manchen Stellen finden sich noch Einschuss­spuren an Wänden, wie am Kriegsspital oder der Festungs­­mauer im Glacis. An der Poterne 8 in der Schützenstraße ist bis heute noch das aufgemalte Symbol des Roten Kreuzes und der Schriftzug „Rettungsstelle“ zu erkennen. An wenigen Orten ist sogar noch abzulesen, dass ein Gebäude, das hier einmal gestanden haben muss, nur in Teilen und notdürftig wieder aufgebaut worden war, wie in der Silcher- oder in der Augsburger Straße. Auch werden bei Bauarbeiten immer wieder Blindgänger und Bomben­reste gefunden wie zuletzt 2018, als eine 500kg-Bombe am zukünftigen Südstadt-bogen dazu führte, dass 12.000 Menschen evakuiert werden mussten.